„Organisierte Verantwortungslosigkeit beenden"!

Pressemitteilung vom 11./12.11.2004

Westerland. Der Europäische Wirtschaftssenat (EWS), eine Vereinigung erfolgreicher Unternehmer in Europa, will ab sofort mit Nachdruck der „organisierten Verantwortungslosigkeit" in Politik und Gesellschaft entgegentreten.

Zugleich rief der vormalige Präsident des Europäischen Rechnungshofes, Bernhard Friedmann, auf
einer Tagung der „Sylter Runde" zur „Befreiung der Parteien aus selbstverschuldeter Isolation" auf.

Die „Sylter Runde" ist ein „individueller Gesprächskreis" aus Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft. Als Ergebnis der zweitägigen Beratungen auf Sylt, an der auch Politiker teilnahmen hielt die Runde fest, daß die Rahmenbedingungen für ökonomisch sinnvolles und ertragreiches Wirtschaften auch in Deutschland entscheidend verbessert werden müssen.

Friedmann, der Anfang November zum Präsidenten des EWS gewählt wurde, kritisierte, dass es der EU bisher nicht gelungen sei, die Wirtschaftpolitik ihrer Mitglieder besser aufeinander abzustimmen. Die aber sei notwendig, wenn die EU nach eigenem Bekunden, bis 2010 die wirtschaftlich stärkste Region der Welt werden wolle.

Nach den Worten des EWS-Generalsekretärs Wolfgang Franken ist dieses Ziel nur dann erreichbar, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sich öffnen. Mangelnde Informationspolitik und interne Machtkämpfe führen da nicht weiter. So ist z.B. die rückläufige Wahlbeteiligung ursächlich dadurch begründet, dass Wähler die Politik nicht mehr nachvollziehen können und deshalb zu Protest- oder Nichtwählern werden. Franken weiter: Der EWS ist auf Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern auf jeder Ebene und zu jeder Zeit vorbereitet und will nicht mit Forderungen an die Politik heran treten, sondern vornehmlich mit eigenen Lösungskonzepten aufwarten.