Demographischer WandeL

Chancen oder Risiken?

 

Ausgangslage:

  • Die Welt befindet sich in einem „Demographischen Wandel" nie gekannten Ausmaßes.
  • Die Weltbevölkerung wird sich zuverlässigen Zahlen zufolge, in weniger als 20 Jahren um ca. 2,5 Mrd. auf ca. 9 Mrd. erhöhen.
    (Beispiel Deutschland = minus ca. 6-8 Mio. Menschen)
  • In Europa, speziell in D werden - auch ohne Berücksichtigung der weltweiten demographischen Veränderung durch die Bevölkerungsentwicklung- die sozialen Sicherungssysteme nicht mehr auf aktuellem Niveau gehalten werden können.
  • Es wird eine Völkerwanderung von mehr als 300 Mio. Menschen erwartet, welche wegen Hunger, Wassermangel, Nahrungsmittelverknappung durch Klimawandel und Anstieg der Nachfrage, den Weg nach Europa suchen (vornehmlich aus Afrika).
  • Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung werden die Sozialsysteme der Länder Europas (einschließlich Russland, Ukraine etc.) der daraus resultierenden Mehrbelastung nicht standhalten können.  Dies wiederum erhöht die Gefahr sozialer Verwerfungen und veranlasst Leistungsträger mit guter Bildung und finanziellem Hintergrund, evtl. das Land verlassen zu wollen. (Doppelter Negativeffekt in Bezug auf die Sicherung der Sozialsysteme)

 

Was ist zu tun am Beispiel Afrika?

 

  • Eine der Lösungen und Zielsetzungen muss es sein, den Menschen in Afrika die Möglichkeit zu verschaffen, dort wo sie geboren werden zu arbeiten und zu leben, d.h. sich ihren Lebensunterhalt eigenhändig verdienen und sich verwirklichen zu können.
  • Die wichtigsten Voraussetzungen hierfür sind Bildung und die Schaffung von Perspektiven, möglichst auf der Basis der Solidarität aller Völker.
  • Die Entwicklungshilfepolitik in Europa sollte dahingehend angepasst werden, dass Ausbildung sowohl vor Ort als auch in Deutschland / Europa stattfinden kann mit dem Ziel, den Ausgebildeten die Möglichkeit einzuräumen, Ihr Wissen hier oder zu Hause anzuwenden. Die Wertschöpfung aus Bildung bliebe dabei zum Teil im Lande. (In Deutschland müssten Schulen wegen Kindermangels weder geschlossen noch der Bedarf an Lehrern reduziert werden.)
     

Berufsausbildung könnte auf freiwilliger Basis vor Ort erfolgen und Entwicklungshelfern aus dem Potential qualifizierter Arbeitnehmer und Unternehmer, die aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind bzw. sich aktuell in keinem Arbeitsverhältnis mehr befinden, eine interessante Alternative sein. 
Wertschöpfung = Honorar statt Harz IV.

  • Wissens- und Wirtschaftstransfer als Entwicklungshilfeprogramm mit der Möglichkeit von Wertschöpfungen im eigenen Land. (Hightech Produkte Made in Germany verbinden mit  Fertigungsprodukten aus Afrika; Wertschöpfung hier und in Afrika)
  • Die Einwanderungspolitik in Deutschland müsste dahingehend geändert werden, dass die in teuren Bildungseinrichtungen gut ausgebildeten Menschen, Deutschland nach einem erfolgreichen Abschluss nicht mehr verlassen müssen, sondern auf Wunsch auch im Lande bleiben können (Wertschöpfung und Perspektiven durch Bildung)
  • Eine Perspektive könnte auch die Übertragung von Schürfrechten an den reichlich vorhandenen Bodenschätzen in Afrika auf die Menschen vor Ort sein (orientiert am Beispiel: Honkong an China)
  • Der Internationale Gerichtshof muss verstärkt gegen Regierungen vorgehen, die durch Korruption oder Vergehen gegen die Menschlichkeit auffällig werden.

 

Aktionsmodell für Afrika am Beispiel:

Abwrackprämie für Automobile

statt Wertevernichtung in Europa = Aufbau von Wertschöpfung in Afrika!

 

Aktueller Stand einer wirtschaftlich sinnvollen, politischen Entscheidung in D

Vernichtung von Werten durch Verschrottung von 600.000 Gebrauchtfahrzeugen

Wert je Fahrzeug                        ca. EURO 2.500,00      =                   1,5 Mrd.

Abwrackprämie je Fahrzeug             EURO 2.500,00      =                    1,5 Mrd.

 

Alternative:

Aktionsmodell für Afrika

Verschicken der Fahrzeuge in ausgewählte Länder Afrikas (nach Klärung der Frage, welche Fabrikate - von welchem Hersteller - verschickt werden sollen)

 

Vorteile:

  • Solidarität mit Afrika
  • Werterhalt der Fahrzeuge und Aufbau von Arbeit und Perspektiven in Afrika 
  • Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika als eine der Voraussetzungen für sozialen Frieden in Europa  (statt Völkerwanderungen in ungeahntem Ausmaß = Arbeit vor Ort)
  • Beschäftigungspotential für europäisches Transportwesen zu Lande und zu Wasser als Kompensierung der Ausfälle durch die aktuelle Wirtschaftskrise
  • Wertschöpfung in Deutschland durch Produktion von:
    • Ersatzteilen
    • Werkstatteinrichtungen
    • Werzeugen
  • Wertschöpfung in Deutschland durch Lieferung von:
    • Ersatzteilen
    • Ausbildung
    • Werkstatteinrichtungen        
    • Werkzeugen
  • Wertschöpfung in Deutschland durch:
    • Transporte zu Lande und zu Wasser
  • Wertschöpfung in Deutschland durch:
    • Bildungseinrichtungen
    • Ausbildung
    • Transfer von Wissen und Erfahrungen
    • Transfer von Fachkräften zum Aufbau von Werkstätten in Afrika
    • Honorare statt Harz IV oder Kurzarbeitergelder für KFZ - Fachkräfte

 

Dieses Projekt kann Modell-Charakter für andere Länder und Erdteile haben und eine Bewegung der Solidarität (Wirtschaft, Politik, Gesellschaft) in Gang setzen, die den Menschen in Afrika die erwünschten Perspektiven eröffnen, auf die sie so lange gewartet haben.

 

Alternativ zum Bildungstransfer könnte man für die Menschen vor Ort massenhaft Schulen einrichten und den cleversten Schulabsolventen die Einreise nach Europa ermöglichen. Ziel sollte es sein, dass sie hier ihre Ausbildung fortzusetzen mit der bevorzugten Option, dann wieder zurück zu kehren und etwas für ihr Land zu tun. Dies könnte durch monetäre Anreize gefördert werden.

Diejenigen, die sich fürs „hier bleiben" entscheiden, würden unsere Probleme mit dem Bevölkerungsschwund mindern. Wir hätten dadurch das immer mehr Überhand nehmende Problem eines Migranten-"Proletariats" gelöst und einen Zuwachs an motivierten und bereits gut ausgebildeten jungen Leuten.

Ich bin sicher, dass nicht alle Aspekte, Möglichkeiten und Hindernisse erwähnt wurden, dazu ist dieses Modell zu komplex. Was dennoch unentbehrlich ist und bleibt ist, sich einzubringen und zu engagieren bei der Gestaltung unserer Zukunft und unserer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

 

Gez. Wolfgang Franken

Bonn, den 22.März 2009