EWS-Wirtschaftsgespräche 2019 Wien, 13. bis 14. November 2019
bei der Oesterreichischen Nationalbank
Thema: „Die Österreichische Schule der National-Ökonomie im 21. Jahrhundert
- Was sich jetzt ändern muss, damit Europa vorwärts kommt“

Am 13. und 14. November 2019 fand in Wien erstmals die internationale Konferenz „Österreichische Schule der National-Ökonomie im 21. Jahrhundert (The Austrian School of Economics in the 21st Century) statt.

Initiatoren dieser Tagung waren das mit dem Europäischen Wirtschaftssenat (EWS) kooperierenden Hayek Institute und das Austrian Economics Center.

Bis Ende September konnten Think Tanks (Denkfabriken), Organisationen und Wissenschaftler ihre Stellungnahmen und Vorschläge einreichen. Die besten Ideen und Konzepte wurden dann im Rahmen dieser Tagung bei der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB,) einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Angesichts der Vielzahl von Herausforderungen wie BREXIT, demografischer Wandel, Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel, verstärkte Migration und Flüchtlingsströme nach Europa, ein höherer außenpolitischer Druck auf die EU durch die USA, Russland und China, steht die EU vor einem Berg an Herausforderungen. Erschwerend kommt hinzu, dass die EU von der Erreichung der selbst gesteckten Ziele „Europa 2020“ noch meilenweit entfernt ist.

Es gibt eine Vielzahl an Ideen, wie Aktivisten und politische Entscheidungsträger aller Couleur Europa gerne verändern möchten. Ins Fadenkreuz dieser Gruppen gerät bevorzugt die Wirtschaft. Hier gilt es sehr aufmerksam sein. Denn meistens geht es um mehr staatliche Ausgaben, mehr Transfers oder höhere sowie neue Steuern. Bezahlen müssen am Ende alles wir Steuerzahler, also Unternehmen und steuerzahlende Privatpersonen.

In einer digitalen Welt der Information, geprägt von „social Media“ ist es deshalb wichtig, den Menschen das notwendige Wissen in verständlicher Sprache zu vermitteln, um frühzeitig freiheits- und wohlstandsgefährdende politische Verführungen zu erkennen. Denn nicht jede gutgemeinte Idee ist wirklich gut. Wenn es den Bürgern an simplem nationalökonomischem Sachverstand fehlt, drohen sie zum Spielball der Politiker und von Aktivisten zu werden. Der Staat soll alles regeln und reglementieren. Den Menschen wird die Verantwortung entzogen, gleichzeitig werden die Bürger mehr und mehr abhängig von staatlichen Leistungen gemacht und damit zu einem wehrlosen unmündigen Opfer der Macht. Dies widerspricht nicht nur den Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft, sondern zerstört gleichzeitig Wohlstand und Zukunftschancen, verhindert Wachstum und Innovationen.

Unstrittig ist, dass Themen wie der Klimawandel nicht von einem Land oder einem Kontinent alleine gelöst werden können. Es geht jetzt darum, die richtige Balance zu finden, so zu sagen das richtige Fundament für das neue Haus Europa zu setzen und ein Rollenmodell – wie es beispielsweise die „soziale Marktwirtschaft“ war und ist – zu entwickeln.

Pfeiler oder Fundament könnte die Lehre der österreichischen Schule der Nationalökonomie, also die Ideen der großen österreichischen Ökonomen, Sozialwissenschaftler und Denker wie Carl Menger, Ludwig von Mises, Friedrich A. von Hayek und Joseph Schumpeter, sein.

Denn die österreichische Schule der Nationalökonomie begreift die Wirtschaft nicht als Objekt staatlich-politischer Regulierungswut oder zentralistischer Steuerung. Im Mittelpunkt stehen vielmehr das eigenverantwortliche unternehmerische Handeln und die freie Interaktion am Markt. Hier werden wirtschaftliche Zusammenhänge und ihre gesellschaftlichen und politischen Implikationen für jedermann verständlich erklärt. Ausgangpunkt ist dabei nicht der Perfekt denkende fiktive „homo oeconomicus“, sondern der normale einfache Mensch. Und diese Menschen gilt es zu überzeugen und bei den Reformen mitzunehmen.

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