Hohe Auszeichnung für Hamburger Ehrenbürger

Prof. Dr. Michael Otto, Hamburger Ehrenbürger und Aufsichtsratschef der Otto Group, ist mit dem EWS-Award des Europäischen Wirtschaftssenats (EWS) ausgezeichnet worden. Er wurde damit als außergewöhnlicher Unternehmer, vorbildlicher Umweltschützer und wohltätiger Stifter geehrt. Der Europäische Wirtschaftssenat ist ein europäisches Gremium aus Unternehmern, die sich beratend an der Gestaltung der Zukunft Europas beteiligen. Die Laudatio bei der Preisverleihung hielt Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.


Prof. Dr. Michael Otto habe für sein Wirken als Unternehmer, Umweltschützer, Stifter und sozialengagierter Bürger im Laufe seines Lebens bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Außerdem hatte und habe er bedeutende Ehrenämter inne, sagte Dr. Ingo Friedrich, Präsident des Europäischen Wirtschaftssenats, in seiner einleitenden Ansprache. Der Europäische Wirtschaftssenat sei eine Vereinigung, die für den Erfolg des europäischen Projektes kämpfe. Ein Instrument sei die Verleihung des EWS-Awards auch an herausragende Unternehmerpersönlichkeiten: „Für uns Europäer dürfen Amazon, Google und Facebook nicht die unantastbare und finale Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sein. Prof. Dr. Otto leistet hier einen zentralen Beitrag für ein selbstbewusstes und zukunftsorientiertes Europa!“, stellte Dr. Friedrich unter Beifall fest. Manfred Weber, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, Vorgänger als Preisträger des EWS, vertrete vergleichbare Ansichten. Der EWS sei stolz auf seine Preisträger, darunter Unternehmer wie Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth oder den leider 2018 verstorbenen Dr. h.c. Helmut O. Maucher. „Wir kämpfen mit unseren Preisträgern für ein starkes und stabiles Europa“, sagte Dr. Friedrich.

Der Preisträger 2018 Prof. Dr. Michael Otto sei mit dieser Zielsetzung willkommen im Club der besonderen Europäer. Der EWS-Award ist die höchste Auszeichnung des Europäischen Wirtschaftssenats. Mit dem EWS-Award werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich im besonderen Maße um die europäische Wirtschaft und Gesellschaft verdient gemacht haben. Im Rahmen des Festaktes wurde „in Würdigung eines verantwortungsvollen Wirkens als Unternehmer, Umweltschützer und Stifter“ Prof. Dr. Michael Otto der EWS-Award 2018 durch EWS-Präsident Dr. Ingo Friedrich, Vizepräsident des Europäischen Parlaments ret., Rolf Baron von Hohenhau, Vorsitzender des EWS-Aufsichtsrats, Diplom-Kaufmann Michael Jäger, EWS-Geschäftsführer und Wolfgang Franken, EWS-Generalsekretär, überreicht.

Mit einem Grußwort würdigte Ingo Egloff, als Vorstand und Repräsentant des Hamburger Hafens, den Preisträger. In der Laudation stellte Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, herausragende Verdienste des Preisträgers vor. Prof. Dr. Michael Otto sei ein erfolgreicher Hamburger Unternehmer, der sich in besonderem Maße für gute, soziale und ökologische Standards einsetze. - Bis zu seinem Wechsel in den Aufsichtsrat im Jahre 2007 entwickelte Prof. Dr. Michael Otto den einstigen Otto Versand Hamburg konsequent zu einer weltweit agierenden Handels- und Dienstleistungsgruppe mit mehr als 49.000 Mitarbeitern. Heute ist die Otto Group mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 30 Ländern Europas, Nordamerikas und Asiens in den Segmenten Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service aktiv. Im März 2014 brachte Prof. Dr. Otto die Mehrheit der Gesellschafteranteile an der Otto (GmbH & Co. KG) in die Michael Otto Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts ein, um die Zukunft des internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns als Familienunternehmen mit Headquarter in Hamburg für weitere Generationen zu sichern. Die Ausschüttungen der Otto Group kommen in Zukunft dem Stiftungszweck zugute, soziale, umweltorientierte, kulturelle und mildtätige Projekte zu unterstützen. Prof. Dr. Michael Otto ist überzeugter Familienunternehmer mit hohem Engagement und ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein für die Konsequenzen seines eigenen Tuns. „Die Wirtschaft muss für den Menschen da sein, nicht umgekehrt“, das ist die Maxime seines Handelns. Deshalb erklärte er bereits in den 80er Jahren den Umweltschutz und die sozialverantwortliche Wirtschaftstätigkeit zum wesentlichen Bestandteil seiner Unternehmensstrategie. „Jeder von uns kann etwas dazu beitragen, dass sich Dinge in unserer Gesellschaft zum Besseren wenden“, ist Prof. Dr. Michael Ottos Überzeugung. Die Übernahme von Verantwortung und das persönliche Engagement im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten sind für den Unternehmer wesentliche Säulen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Gerechtigkeit, Chancengleichheit und ein faires Miteinander prägen auch die Unternehmenskultur und den Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. - Prof. Dr. Otto sei Mitbegründer und Initiator zahlreicher bekannter und wegweisender Initiativen der deutschen Wirtschaft. Der Träger des großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern habe sich um das Gemeinwohl, auch durch ehrenamtliche Engagements - über die Laudator Dr. Tschentscher im Einzelnen informierte - verdient gemacht. Im Festbeitrag des Preisträgers stellte Professor Dr. Michael Otto mit zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre, auch eine außergewöhnliche Unternehmerphilosophie in den Mittelpunkt: Ihm sei es sehr wichtig, durch persönliches Engagement, essenzielle, soziale, gesellschafts- und umweltpolitische Vorhaben anzustoßen und voran zu bringen. Neben der Umsetzung einzelner Projekte, müsse auch die Sensibilität der Menschen für bestimmte Themen geweckt, Ideen angestoßen und etwas ins Rollen gebracht werden, das von anderen aufgegriffen und weiterentwickelt werden könne. Nur großzügig Geld zu spenden, reiche nicht, wenn Dinge dauerhaft zum Besseren verändern werden sollen. Leitlinie aller Initiativen und Stiftungen sei es deshalb, neue Ansätze aufzuzeigen und dadurch zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beizutragen. Dabei, so Prof. Dr. Otto, sollte für alle Beteiligten eine Win-win-Situation geschaffen werden. Denn nur dann hätten die Projekte eine Chance, langfristig zu überleben und dauerhaft etwas zu verändern. Schwerpunkte der mit Beifall bedachten Rede des Preisträgers Prof. Dr. Otto waren, neben gesellschaftlichem Engagement, auch die von ihm geförderten Bereiche Bildung und Kultur. Und zu allem gab es den guten Rat für Nachahmer: „Private Hilfsbereitschaft derer, die es sich finanziell leisten können, ist in diesen Bereichen ausgesprochen wichtig und notwendig.“ (Rudolf G. Maier, Pressesprecher)