EWS Mitlgiederversammlung 2021 und EWS-Wirtschaftsgespräche München


Grußwort Dr. Ingo Friedrich, EWS-Präsident

"Du weißt erst, was du hattest, wenn du es nicht mehr hast", so lautet ein alter Spruch, der auch sehr passend für unsere Situation im Europäischen Wirtschaftssenat (EWS) und für alle persönlichen Begegnungen ist. Mehr als ein Jahr lang waren uns persönliche Begegnungen - selbst im privaten Bereich - nicht oder nur stark eingeschränkt gestattet, das hätte vorher niemand geglaubt. Obgleich wir uns auf dem höchsten Entwicklungsniveau in der Weltgeschichte befinden, hat es ein einziger kleiner Virus geschafft, alles lahm zu legen und uns unsere persönlichen und wirtschaftlichen Grenzen aufzuzeigen. Grenzen in der Versorgungssicherheit von Waren und Dienstleistungen, Grenzen der Gesundheitssysteme sowie Abhängigkeiten von einzelnen Ländern, was die Produktion und Lieferketten angeht und Schwachstellen bei der weltweiten Zusammenarbeit.

Eines hat diese Krise aber auch ganz deutlich aufgezeigt: Länder wie Deutschland, mit hoher Haushaltsdisziplin und marktwirtschaftlicher Ausrichtung, mit stabilen politischen Verhältnissen und funktionierenden Verwaltungen, sind deutlich besser durch die Corona-Pandemie gekommen, als andere Länder, die jetzt massive wirtschaftliche Probleme haben.

Es wird jetzt darauf ankommen, aus der Corona-Pandemie zu lernen und die richtigen Weichen zu stellen, um die Menschen und insbesondere die Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Dazu gehört auch ein klares Bekenntnis zur Sozialen Markwirtschaft und ihren Grundprinzipien: Subsidiarität und Solidarität.

Unsere EWS-Wirtschaftsgespräche im Anschluss an die Mitgliederversammlung standen unter dem Motto: "Wachstum und Wohlstand für alle - Renaissance der Werte". Treffender lässt sich die Herausforderung, vor der wir stehen, nicht beschreiben. Das Impulsreferat hielt kein geringerer als Joe KAESER, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens Energy AG und Vorstandsvorsitzender a.D. der Siemens AG.

Wir vom Europäischen Wirtschaftssenat stellen uns der Verantwortung für den Staat und die Gesellschaft und wollen unsere Erfahrung einbringen und den teilnehmenden Gästen die Chance bieten, sich auf höchstem Niveau auszutauschen, um auf Basis dieses Dialogs Lösungen aus der Praxis in die politische Diskussion einzubringen.

Dinner-Speaker war unser stellvertretender Generalsekretär Tobias WINKLER, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München, der über das Thema "Deutschlands Zukunft: Eine neue ZEIT, eine neue BALANCE!" zu uns sprach. Wir freuen uns sehr, dass er in seinem Wahlkreis Direktkandidat der CSU zur Bundestagswahl 2021 geworden ist und damit eine sehr große Chance hat, in den nächsten Bundestag gewählt zu werden. Wir kennen und schätzen uns seit über 15 Jahren. Er war zu meiner Zeit als Vizepräsident des Europäischen Parlaments mein Büroleiter. Seitdem hat er eine steile Kariere hingelegt, die jetzt vor dem nächsten Schritt steht
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Ich bin mir sicher, dass sein erfolgreicher Weg mit der Wahl in den Bundestag nicht enden wird, und freue mich, dass dann - wenn er die Wahl gewinnt, was ich sehr hoffe - ein Politiker mehr mit unternehmerischem Sachverstand im Bundestag sitzen wird. Denn für ihn sind die Soziale Marktwirtschaft und Wirtschaftsethik keine Feindbilder oder Fremdwörter, sondern die Basis für Wachstum und Wohlstand.

Dass wir so gut durch Corona gekommen sind, liegt in der konstruktiven und zukunftsorientierten Zusammenarbeit aller Funktionsträger. So ist es letztes Jahr mit unseren "EWS Live" gelungen, den Mitgliedern ein neues digitales Format anzubieten, um - trotz dem Verbot von Präsenzveranstaltungen - weiterhin im Austausch zu bleiben.

Mein Dank gilt zunächst einmal meinen beiden Kollegen aus dem Vorstand, den Vizepräsidenten Daniel Bercel (Slowakei) und Dr. Malte Berlin (Österreich).

Des weiteren unserem EWS-Aufsichtsrat, namentlich dem Vorsitzenden Rolf von Hohenhau, seinem Stellvertreter Hans Podiuk sowie Aufsichtsrätin Mahi Degenring und den Aufsichtsräten Thomas Kroder und Wulf Meier.

Mein besonderer Dank gilt unserem Ehrengeneralsekretär Wolfgang Franken. Er ist die Person, die damals im Jahr 2003 alles ins Laufen gebracht und somit das Fundament für den heutigen EWS gelegt hat.

Um dieses Wissen für den Europäischen Wirtschaftssenat nicht zu verlieren und auch die Leistung langjähriger Funktionsträger und Ehrensenatoren zu würdigen, haben wir beschlossen, ein Kuratorium des EWS ins Leben zu rufen. Dazu aber mehr in der Veranstaltung.

Schließen möchte ich mit einem großen Dankesschön an unseren Geschäftsführer Michael Jäger und Büroleiter Andreas Fasching, Pressesprecher Rudolf Maier und an das ganze Team des EWS.

Impressionen

Joe KAESER
Aufsichtsratsvorsitzender Siemens Energy AG, Vorstandsvorsitzender a.D. Siemens AG

(v.l.n.r.) EWS-Präsident Dr. Ingo Friedrich, EWS-Aufsichtsratsvorsitzender Rolf von Hohenhau, Joe Kaeser,
EWS-Geschäftsführer Michael Jäger und Steuerzahlerpräsident Reiner Holznagel

Dinner Speaker Tobias Winkler, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München

EWS Berufung zum Wirtschaftssenator

(v.l.n.r.) Rolf von Hohenhau, Wirtschaftssenator Kurt Sigl, Dr. Ingo Friedrich und Michael Jäger

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